Bundesweiter Aufmarsch des „III. Weg“ im unterfränkischen Würzburg

Für den 18. Februar mobilisiert die Nazipartei „Der III. Weg“ bundesweit zu einem „Gedenkmarsch“ nach Würzburg. Dieser soll anlässlich der Bombardierung Dresdens am 13.02.1945 in Zukunft jährlich stattfinden.

Gewohnt widerlich versucht die Nachfolgeorganisation des verbotenen Freien Netz Süd (FNS) hierbei an den Opfermythos eines unschuldigen Nazi-Deutschlands anzuknüpfen. Sie propagieren dabei falsche Todeszahlen und verwenden den abscheulichen Begriff des „Bombenholocaust“. Dieser Geschichtsrevisionismus setzt die industrielle Tötung von sechs Millionen Menschen gleich mit Kriegshandlungen, die das Ziel hatten den deutschen Faschismus zu beenden. Genauso wie Dresden war auch Würzburg keine unschuldige Stadt (mehr Infos: http://antifawuerzburg.blogsport.eu/2016/03/deutsche-taeter-sind-keine-opfer-gegen-den-mythos-der-unschuldigen-stadt-wuerzburg/).

Solche „Gedenkmärsche“ der Nazis kennen wir bereits beispielsweise aus Dresden und Magdeburg. In Dresden versammelten sich früher zu diesem Anlass bis zu 5.000 Nazis. Dass dem nicht mehr so ist, ist auf andauerndes antifaschistisches und radikales Engagement und Blockaden zurückzuführen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der diesjährige Aufmarsch für die Nazis zum Erfolg wird.

Denn der „III. Weg“ ist brandgefährlich. Sie beziehen sich ideologisch direkt auf den historischen Nationalsozialismus. Antisemitismus und Rassismus sind zentral für ihre Hetze. Gerade jetzt wo rechten Stammtischparolen täglich Taten folgen, dürfen wir den Nazis keinen Raum für eine Machtdemonstration geben.

Wir unterstützen die Demonstration von „Würzburg lebt Respekt – Nazis stoppen“, doch unserer Meinung nach muss der Protest auch noch weiter gehen. Organisiert euch, seid kreativ und passt aufeinander auf, damit wir gemeinsam und direkt konsequenten Widerstand gegen die Nazis leisten können.

Kein Vergeben, Kein Vergessen!

Weitere Infos folgen auf antifawuerzburg.blogsport.eu

Nazikundgebung am 12.03.2016

Die Facebook Seite „Schweinfurt wehrt sich – Asylmissbrauch nein danke“ ruft für den 12.03.2016 zu einer Kundgebung unter dem Motto „Für die Zukunft unserer Kinder“ in Schweinfurt auf dem Schillerplatz auf.

Ein perfides Vorgehen, die Zukunft der Kinder, für Hetze gegen Geflüchtete und Demokratiefeindlichkeit einzusetzen, desweitern versucht man natürlich genau, über solch ein Thema, den Gegnern die Argumentation zu nehmen.

Wir haben etwas ähnliches in Schweinfurt erst kürzlich erlebt, als russlanddeutsche Minderheiten, die noch vor kurzem selbst das Ziel rechter Anfeindungen waren, vor den NPD-Hetzkarren gespannt wurden.

Wie schon mehrmals erwähnt steckt hinter der Seite, der NPD Kreisverband Schweinfurt/Hassberge mit seiner Vorsitzenden Monique S., die den Vorsitz noch nicht allzulange innehat. Die Seitenbetreiberin hat beste Kontakte in die rechtsradikale Szene, beispielsweise zu den Hammerskins, ehemaligen Blood & Honour Chapters, nicht unbekannten Parteifunktionären von NPD, der 3. Weg und die Rechte, außerdem zählen zu ihren Kontakten die Hooliganszene (HoGeSa), die autonomen Nationalisten, identitäre Bewegung, usw.

Der Tag des 12. März ist nicht ohne Grund gewählt. Einerseits findet an diesem Tag ebenfalls ein, von der rechtsextremen Gruppierung „Wir für Berlin & wir für Deutschland“, um 15:00 Uhr angesetzter Aufmarsch, zum Thema „Merkel muss weg“, in Berlin statt.

Andererseits befahl Adolf Hitler am 12. März 1938 den Einmarsch der deutschen Wehrmacht nach Österreich, nachdem, die seit 1933 gewünschte Eingliederung Österreichs, auf dem politischen Weg, gescheitert war. Die Truppen stießen damals zur Verwunderung Hitlers, auf keinerlei Gegenwehr, im Gegenteil, sie wurden von jubelnden Menschen begrüßt. Die juristische Grundlage zum Anschluss Österreichs wurde am 13. März 1938 geschaffen.

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Wir werden es nicht tolerieren dass Kinder und Minderheiten für rassistische Hetze instrumentalisiert werden. Deshalb am 12.3.2016 ab auf die Straße, den Nazis die Stirn bieten!

Siamo tutti antifascisti

up2date @ Autonome Antifa SW

Autonome Antifa SWC

Die Seite der Autonomen Antifa SWC findet ihr unter

Liebevoller Antifaschismus aus der Arbeiterstad


up2date @ https://www.facebook.com/events/154116824938811/

Letzte Infos für den morgigen Samstag in Schweinfurt

Eine vom bürgerlich-zivilgesellschaftlichen Bündnis „Schweinfurt ist bunt“ organisierte Kundgebung unter dem Motto „Asyl ist Menschenrecht“ findet ab 10 Uhr auf dem Georg-Wichtermann-Platz (ehemals Postplatz) statt.
Die fremdenfeindliche Kundgebung „Schweinfurt wehrt sich – Asylmissbrauch nein danke – Wir sind das Volk“ wurde vom Marktplatz auf den Schillerplatz verlegt und soll dort um 11 Uhr beginnen.
Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, ihren Protest lautstark und entschlossen zu den RassistInnen zu tragen. Da auch mit gewaltbereiten Neonazis zu rechnen ist, solltet ihr euch möglichst nur in Gruppen in der Stadt bewegen.

Kein ruhiges Hinterland für Neonazis und RassistInnen! Antifa in die Offensive!

Am Samstag (17.10.) Nazikundgebung in Schweinfurt!

Wie der Facebook-Seite „Schweinfurt wehrt sich – Asylmissbrauch nein danke“ zu entnehmen ist, planen Neonazis und andere RassistInnen am Samstag, den 17. Oktober 2015, eine Kundgebung auf dem Schweinfurter Marktplatz. Beginnen soll diese um 11 Uhr.

Auf den Mobilisierungsflyern für die Kundgebung ist Harald Bestehorn, Bundestagskandidat für die NPD in Bayreuth, als Verantwortlicher im Sinne des Presserechts benannt. Hieraus wird ersichtlich, dass es sich bei dieser und zahlreichen anderen Kampagnenseiten und BürgerInneninitiativen gegen vermeintlichen „Asylmissbrauch“ um Tarnorganisationen der NPD und anderer Nazis handelt, um bis weit in die bürgerliche Mitte hinein rassistische Ansichten zu transportieren und salonfähig zu machen.

Zusagen bekannter und reisefreudiger Neonazis wie etwa von Nadine Hofmann und Andreas Groh (beide „Die Rechte“ Bamberg) oder Dan Eising („Die Rechte“ Nürnberg / „Nügida“) liegen bereits vor. Jedem/r Teilnehmer/in an dieser Veranstaltung muss deshalb klar sein, dass es sich dort um eine von zum Teil gewaltbereiten Neonazis organisierte und unterstützte Kundgebung handelt.

Vor dem Hintergrund brennender AsylbewerberInnenunterkünfte und rassistischer Mobilisierung (auch durch die bayerische Regierungspartei CSU) werden wir eine solche Provokation keinesfalls hinnehmen. Wir rufen dazu auf, sich den Nazis am Samstag entgegenzustellen und deren Kundgebung mit vielfältigen und kreativen Mitteln zu begleiten.

Rechte Hetze stoppen, den rassistischen Normalzustand durchbrechen! Solidarität mit allen Geflüchteten!

Antifaschistische Koordination Schweinfurt

„Die Rechte“ in Stammheim

Alle Informationen über die aktuellen Planungen eines Hauskaufes der Partei „Die Rechte“, welche übrigens vom Verfassungsschutz als „Rechts“ eingesuft wird (da hat der Verfassungsschutz beim Ermitteln mal wieder alles gegeben) , findet ihr auf

Stammheim ist bunt

70 Years – The Allied Triumph Over Germany

Alle Informationen zu Kampagne auf http://www.70years.blogsport.eu

Bomber Harris did it again

Notwendige Kritik an der deutschen Erinnerungskultur in Würzburg

Sie wünschen sich »Gewaltüberwindung«. Sie fordern »Frieden« und »Nie wieder Krieg!«. Sie sind »auf der Suche nach einer zeitgemäßen Erinnerungskultur«. Vor allem geht es ihnen aber um »Versöhnung« – nicht ohne Grund gibt es in dieser Stadt sogar eine »Versöhnungsglocke«. Dass die Menschen im bayerischen Würzburg zurzeit derart in Friedensseligkeit verfallen, liegt an einem ganz bestimmten Datum. Am 16. März jährt sich zum 70. Mal der »Schicksalstag«, an dem Würzburg »im Bombenhagel der Alliierten unterging«, wie das Lokalblatt Mainpost es ausdrückt.

Die britische Royal Air Force (RAF) beschreibt das Ereignis im Rückblick etwas nüchterner: »225 Lancaster und 11 Mosquitos der No 5 Group attackierten Würzburg. Sechs Lancaster verloren. (…) Einer Nachkriegsuntersuchung zufolge wurden 89 Prozent der bebauten Fläche in der alten Domstadt mit ihren berühmten historischen Gebäuden zerstört.« Einen Monat zuvor hatte die No 5 Group bereits Dresden mit ähnlicher Wirkung angegriffen. Als Truppenteil des britischen Bomber Command unterstand sie dem Befehlshaber Arthur Harris.

Beim Angriff auf Würzburg starben ungefähr 5 000 Menschen. 3 000 Todesopfer, die aus den Trümmern geborgen werden konnten, wurden in einem Massengrab auf dem Hauptfriedhof bestattet. Das zu ihren Ehren errichtete Denkmal wird unter anderem von einem Gedenkstein für die gefallenen Landser flankiert. So sorgten die überlebenden Würzburger dafür, dass die Toten der Heimatfront und der Kriegsfront zumindest ideell nebeneinander ruhen – Volksgemeinschaft in alle Ewigkeit.

Für die britischen Soldaten, die während des Angriffs auf Würzburg starben, gibt es kein Denkmal, was wenig überraschend ist. Sechs Lancaster-Bomber mit jeweils sieben Besatzungsmitgliedern verlor die RAF. Nicht alle Soldaten starben beim Abschuss ihrer Maschinen. Ein britischer Flieger, der den Absturz überlebte, wurde zwei Tage später in einem Dorf nahe Würzburg gelyncht. Er war einer von Hunderten alliierter Soldaten, die nach dem Abschuss ihrer Maschinen sogenannten Fliegermorden zum Opfer fielen.

Nach dem Krieg verwalteten die Amerikaner Würzburg. Angesichts der Zerstörung der Stadt äußerte Gouverneur Murray van Wagoner, der Chef der amerikanischen Militärregierung in Bayern, eine überaus pragmatische Idee. Man solle die Stadt so belassen und als Museum für Kriegsverwüstungen nutzen.

Kompletter Text @ http://jungle-world.com/artikel/2015/11/51585.html

Mit deutschen Traditionen brechen! Opfermythen angreifen! Nazis am 15. März blockieren!

Würzburg… es nimmt kein Ende.

Jeden Montag dasselbe Trauerspiel. Vereint unter dem unseligen Label „Wügida“ tragen Identitäre, Burschenschafter und andere rassistische Bürger_innen ihren Wahn auf die Straße und hetzen in unendlich primitiver Art und Weise gegen Ausländer, Medien und Linke.

Doch Pegidazis, Woche für Woche, sind offensichtlich noch nicht genug. Nun haben sich auch noch NPD und Kameradschaft Unterfranken für einen sogenannten Trauermarsch am 15. März angekündigt. Möglicherweise sind sie es leid, unter den rassistischen Wutbürger_innen, zu denen sie sich Montag für Montag gesellen, unterzugehen und möchten nun wieder einmal ein eigenes Zeichen für Menschenverachtung und Wahn setzen.

Aufhänger bietet ihnen dafür der 70. Jahrestag der Bombardierung Würzburgs. Das Konzept und die ideologische Unterfütterung ihres faschistischen Events haben sie dabei nahezu vollständig von ihren Dresdner Kameraden kopiert, welche über Jahre hinweg den größten Naziaufmarsch Europas organisiert haben. Inszeniert wird sich in grotesker Umkehrung der historischen Tatsachen als Opfer der Geschichte.

Die fanatischen deutschen Massen, welche Hitler an die Macht gebracht haben und bis zum Schluss dessen willige Vollstrecker geblieben sind, seien die eigentlichen Opfer des Krieges gewesen. Sie seien dem unmenschlichen alliierten Bombenterror, wahlweise auch Bombenholocaust, zum Opfer gefallen.

Die Neonazis stellen dabei jedoch lediglich die Speerspitze eines revisionistischen Diskurses dar, der seit Jahren versucht, die deutsche Kriegsschuld und das singuläre Menschheitsverbrechen Auschwitz zu relativieren und umzudeuten.

Spätestens seit der von Helmut Kohl beschworenen geistig-moralischen Wende 1982 kann von dem Versuch gesprochen werden, ein konservatives, nationalverträgliches Geschichtsbild zu implementieren, das „die Deutschen“ mit ihrer Geschichte versöhnen und endlich einen Schlussstrich unter die leidige NS-Vergangenheit ziehen möchte.

Das ideologische Rüstzeug für diesen rechten Erinnerungskulturkampf lieferte einige Jahre später, wie kein anderer, Ernst Nolte im sogenannten Historikerstreit. Nahezu alle Lügen und Relativierungen, auf die sich Revisionisten, Revanchisten und offene Faschisten heute beziehen, um ihre Propaganda salonfähig zu machen, finden sich exemplarisch bei Nolte wieder.

Als überzeugtem Revisionisten ging es Ernst Nolte in erster Linie darum, den Nationalsozialismus als eine Diktatur unter vielen zu verharmlosen. Damit einhergehen musste zwangsläufig eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen, die er als bloße Reaktion auf dessen Gegner verstanden wissen wollte. So verharmloste er den Holocaust als „überschießende Reaktion“ auf die Russische Oktoberrevolution und das Gulagsystem. Auch rechtfertigte er die seit Kriegsbeginn einsetzende Internierung der Jüd_innen in Konzentrationslager als legitime Kriegsmaßnahme, da jüdische Verbände mit einem Boykott deutscher Waren ab 1933 Deutschland de facto den Krieg erklärt hätten und Jüd_innen somit als Kriegsgefangene behandelt werden müssten. Wie die fränkischen Nazis ging auch Nolte von einem Vernichtungskrieg der Alliierten gegen die „unschuldige“ deutsche Zivilbevölkerung aus, die den Krieg und die Nazis so ja nie gewollt hätten.

Eine solche ideologische Sicht der Ereignisse spricht den realen Verhältnissen nicht nur Hohn, sie spuckt ihnen geradezu ins Gesicht.

Den Nationalsozialismus zeichnete ein extremer völkischer Antisemitismus aus, was ihn auch von anderen faschistischen Bewegungen, etwa in Spanien oder Italien, unterschied. Auch war die Eroberung von sogenanntem Lebensraum im Osten von Beginn an ein zentraler Kernpunkt nationalsozialistischer Bestrebungen. Die Deutschen brachten die Nazis nicht trotz, sondern gerade WEGEN dieser zwei zentralen Kernelemente an die Macht und unterstützen Hitler fanatisch, solange er siegreich blieb. Nach Stalingrad und den steigenden Gebietsverlusten sank der Rückhalt für die Nazis in der deutschen Bevölkerung zwar etwas. Nicht jedoch, weil man diese plötzlich ablehnte. Es war vielmehr die Sorge deutscher Täter_innen, für ihre millionenfach verübten Verbrechen im Falle einer Niederlage bestraft werden zu können.

Nolte hat sich mittlerweile auch durch Aussagen wie Israel laufe Gefahr, „der einzige Staat nach dem Herzen Hitlers zu werden“ ins gesellschaftliche Abseits manövriert. Seine Ideen sind jedoch nach wie vor virulent und finden vielfältige Rezeption und Verbreitung.

Popkulturelle Ausdrücke solcher reaktionären Diskurse finden sich in etwas abgeschwächter Form indes auch zuhauf im deutschen Fernsehen.

Bei patriotischen Dramen wie „Dresden“ oder „Unsere Mütter, unsere Väter“ geht es nicht um eine explizite Relativierung des Holocausts im Sinne Noltes. Jedoch findet bei beiden eine gefährliche Viktimisierung der deutschen Bevölkerung und letztlich eine (gar nicht mal so verhohlene) Täter- Opfer-Umkehrung statt.

Der Tenor ist bei beiden Schmonzetten identisch: die guten, jungen Deutschen, sie wollten doch nur ganz normal leben, doch dann kam erst Hitler über sie und dann die Alliierten mit ihren Bomben. Dabei hatten sie doch all das nie gewollt.

So suhlt man sich wohlig in pathetischem Selbstmitleid, zelebriert den deutschen Opfermythos und bereitet letztlich den Nazis den Boden für ihre revisionistischen Gedenkmärsche.

Deshalb gilt:

Mit deutschen Traditionen brechen! Opfermythen angreifen! Nazis am 15. März blockieren!

up 2 date @ Würzburg Nazifrei






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